digitale Annotation

Digitales Annotieren das Upgrade zur traditionellen Methode

Digitales Annotieren ist das Upgrade für deine literaturwissenschaftliche Analyse. Stressfrei und trotzdem sehr exakt! #unitipps #studieren #DigitalHumanities

Ein Beitrag von Antonia de Luca

Das Annotieren von Literatur hat eine lange Tradition und findet heutzutage in vielerlei Situationen Verwendung. Dabei wird gemeinhin die traditionelle Methode angewandt, bei der Markierungen und Kommentare handschriftlich in Texte eingefügt werden. In diesem Essay soll die bekannte Methode des Annotierens aufgegriffen und in den Kontext der digitalen Literaturwissenschaften eingefügt werden. Der erste Schritt hinein in die Welt der digitalen Literaturwissenschaften ist zumeist ungewohnt und stellt den Nutzer vor neue Fragen. Wie soll ich vorgehen? Was erwartet mich? Wozu benötige ich überhaupt die digitale Variante? Um den Einstieg zu erleichtern und einige Antworten zu finden, werden in diesem Essay gewonnene Erfahren zur Methode des digitalen Annotierens geteilt.

Digitales Annotieren ist das Upgrade für deine literaturwissenschaftliche Analyse. Stressfrei und trotzdem sehr exakt! 
#unitipps #studieren #DigitalHumanities

Digitales Annotieren vs. manuelle Annotation

Das traditionelle Annotieren von Texten besteht aus dem Markieren wichtiger Schlagwörter, bzw. Phrasen, sowie ggf. dem kurzen Kommentieren ebendieser. Dabei wird ein Text zumeist auf ein bestimmtes Thema hin untersucht. Somit unterstützt das Annotieren bei der Strukturierung eines Textes, wie auch bei der Vereinfachung, bzw. Eingrenzung, bestimmter Sachverhalte.

Das digitale Annotieren funktioniert prinzipiell genauso, wie das handschriftliche Annotieren. Der Unterschied liegt in den erweiterten Möglichkeiten zur Einteilung, sowie Auswertung der Informationen. Digital eingefügte Tags können vom Programm ausgezählt und dem Nutzer angezeigt werden. Dies kann den Nutzer ggf. zu neuen Erkenntnissen führen. Weiterhin unterstützt das digitale Annotieren kollektives Arbeiten an einem Text. Selbst über große Distanzen hinweg kann ein Team gemeinsam an einem Projekt arbeiten und eigene Markierungen vornehmen, die für jeden einsehbar sind.

Der Einstieg ins digitale Annotieren

Um ehrlich zu sein, ich selbst war total skeptisch, was die Methode des digitalen Annotierens angeht. Das lag zum Großteil an dem Programm CATMA, welches uns Studenten in meinem Digital-Humanities-Seminar an die Hand gegeben wurde. Dieses Programm findet sich im Internet, sodass sämtliche Arbeiten gezwungenermaßen im Internet erledigt werden müssen. Dies stellt für mich den größten Nachteil der Methode dar, da man als Nutzer somit immer auf funktionierendes Internet, sowie die korrekte Speicherung der Arbeit, angewiesen ist. Weiterhin hegte ich Vorbehalte bezüglich der Benutzerfreundlichkeit des Programms. Andere digitale Methoden, welche ich im Rahmen des Seminars bereits erforscht hatte, wiesen in meinen Augen an diesen Punkten große Mängel auf.

Der Einstieg in die Methode gestaltete sich dann, entgegen der Erwartungen, als sehr einfach. Das Programm empfängt einen mit einer freundlichen und übersichtlichen Oberfläche. Nach einer kurzen Einfindungsphase kann man direkt und ohne Komplikationen mit der Arbeit am Text beginnen, indem man eine Datei, sowie ein eigenes Tagset anlegt. Das Anlegen des Tagsets stellt für mich einen weiteren Vorteil für den Nutzer dar. Unter anderem muss man sich, bevor man beginnt, wild drauflos zu annotieren, einen genauen Plan machen, worauf genau geachtet werden soll. Dieser Plan spiegelt sich dann in den jeweiligen Tags, sowie ggf. Untertags, wieder. Auch hat man jederzeit die Möglichkeit, während des Annotierens weitere Tags hinzuzufügen, oder zu löschen.

Stressfrei und trotzdem intensiv

Das digitale Annotieren greift eine traditionelle Methode auf und hebt sie auf ein neues Level, sodass das Arbeiten am Text optimiert werden kann. Ich sehe das digitale Annotieren vor allem als eine Chance, sich der Literatur auf eine intensivere Art und Weise zu nähern, als es einem bislang mit der handschriftlichen Methode möglich war. Trotz meiner Vorbehalte, dass das Programm internet-basiert ist, überwiegen für mich die Vorteile. Die benutzerfreundliche Oberfläche, sowie das stressfreie und saubere Arbeiten haben mich überzeugt, die Methode des digitalen Annotierens auch weiterhin zu gebrauchen. Dabei bin ich gewillt, ebenfalls einmal das kollektive Arbeiten an einem Text zu probieren und somit neue Wege der Literaturwissenschaft zu bestreiten.

Diesen Artikel zitieren: Antonia de Luca: „Digitales Annotieren das Upgrade zur traditionellen Methode“ In: DH-Challenge. Dezember 2019, http://dhchallenge.mareikeschumacher.de/digitales-annotieren-das-upgrade-zur-traditionellen-methode/

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